Wang Bi’s Weg hinter die Kultur: Zum Abstraktionsgewinn im Vorfeld des Songkonfuzianismus

Mitteldeutsche Studien zu Ostasien


Autor: Anne Philipp
Beschreibung:

Die vorliegende Studie versucht aus problemgeschichtlicher Perspektive einige Aspekte Wang Biíschen Denkens vorzustellen, insofern sie in Kontinuität zur song-typischen Abstraktionsleistung des sogenannten Neokonfuzianismus gesehen werden können. Wang Bi (226-249) gilt als einer der prominentesten Vertreter der xuanxue, einer wei-jin-zeitlichen intellektuellen Strömung ausgeprägt spekulativen Charakters. Bereits zu Lebzeiten wurde er als einer der brillantesten Köpfe und als maßgeblicher Kommentator des Yijing (»Buch der Wandlungen«) und des Daodejing gefeiert. Diese Kommentare wie auch die von ihm verfaßten Auslegungen jener Werke gelangten zu beträchtlicher Fernwirkung innerhalb ideengeschichtlicher Entwicklungen Chinas. Von dem unverkennbar innovativen Argumentationstyp, der die Texte des Wang Bi auszeichnet, sollten entscheidende Impulse für den kulturtraditionellen Diskurs folgender Jahrhunderte ausgehen. Mit Blick auf die songkonfuzianische Konsequenz, die Neubegründungen des Paradigmas einer normativen Kulturtradition, ist die Initialfunktion wei-jin-zeitlichen Denkens kaum zu überschätzen.

Verlag: Leipziger Universitätsverlag
Seiten: 120 Seiten
Preis: 25.50 €
ISBN: 978-3-934565-93-7
ISSN: 978-3-934565-93-7