Bachelor

1. STUDIENGANG: B.A. SINOLOGIE

2. ABSCHLUSS: Bachelor of Arts

3. REGELSTUDIENZEIT: 6 Semester

LEISTUNGSPUNKTE:      180 Leistungspunkte (LP)

STUDIENBEGINN FÜR  STUDIENANFÄNGER:      Wintersemester

4.STUDIENVORAUSSETZUNGEN:

Die Zulassung zum Studium setzt die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder ein von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis voraus. Erforderlich sind außerdem der Nachweis von Kenntnissen in Englisch und einer weiteren modernen Fremdsprache oder von Kenntnissen in Englisch und Latein. Der Nachweis von Kenntnissen in Englisch (Stufe B2 oder äquivalenter Nachweis) und einer weiteren modernen Fremdsprache (Stufe B1 oder äquivalenter Nachweis) bzw. Latein ist bei der Immatrikulation zu erbringen. Deutschkenntnisse werden entsprechend den Anforderungen zur Zulassung vorausgesetzt.

ZULASSUNGSBESCHRÄNKUNG:                          Zurzeit keine

5. AUSBILDUNGSINHALT:

Das Studium der Sinologie dient der Erforschung der geistigen und materiellen Kultur Chinas, seiner Geschichte, Sprache, Literatur, Religionen, Politik, Gesellschaft. Der Bachelorstudiengang ermöglicht zunächst eine grundständige Ausbildung im Fach Sinologie. Neben der Sprachausbildung im modernen und vormodernen Chinesisch werden dazu sowohl grundlegende Kenntnisse Chinas in Vergangenheit und Gegenwart sowie kritische Herangehensweisen und wissenschaftliche Methoden vermittelt. Der Studieninhalt soll dabei sowohl Kenntnisse und Fertigkeiten für die praktische Anwendung in relevanten Berufsfeldern ermöglichen, als auch die mögliche Vertiefung im Masterstudiengang vorbereiten.

6. AUFBAU DES STUDIUMS:

Neben der kontinuierlichen Unterrichtung in der modernen wie auch vormodernen chinesischen Sprache werden in mehreren Basismodulen Wissen und Methoden in Anwendung auf den Bereich China vermittelt, die im dritten Studienjahr in einer Bachelorarbeit erprobt werden.

Ein Schwerpunkt in der Ausbildung des Bachelorstudiengangs liegt auf der Erlangung der Sprachkompetenz des modernen Chinesisch (5 Module). Die Sprachausbildung wird durch einen Auslandssprachkurs ergänzt, welcher das gesamte 5. Semester – im Idealfall das 5. und das 6. Semester – einnimmt, und mit einer weltweit anerkannten Prüfung (HSK, mindestens Level 4) abschließt. Der Sprachkurs des vormodernen Chinesisch (im 2. Studienjahr) rundet die Sprachausbildung ab.

Unter den Fachmodulen vermittelt das Basismodul Sinologie I „Modelle und Methoden der Regionalwissenschaften und der Chinaforschung“ im 1. Semester Grundkenntnisse zu den Gegenständen und Fragestellungen der Regionalwissenschaften. In diesen Kursen werden neben Fachwissen bereits auch methodische Fähigkeiten vermittelt und eingeübt. Die Basismodule II und III „Geschichte Chinas“ (2./3. Semester) vertiefen die methodischen Fertigkeiten und geben einen Überblick über die Geschichte Chinas von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Dabei soll auch auf Fragestellungen und Methoden einer historischen Chinaforschung sowie der neueren Geschichte und das historische Werden des modernen Chinas sowie auf dessen Rolle in Ostasien und der Welt eingegangen werden. Das Basismodul IV „Gesellschaften Chinas“ (4. Semester) vermittelt einen Überblick über Institutionen, Akteure sowie die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Prozesse in der chinesischen Gesellschaft nach 1949. Dabei werden sowohl die VR China als auch die Republik China, wie sie seit dieser Zeit auf Taiwan fortbesteht, in den Blick genommen.

Im 5. Semester bzw. im 5.-6. Semester findet der Auslandsprachkurs an einer chinesischen Hochschule statt. Dieser soll die bis dahin gewonnenen Sprachkenntnisse ausbauen und festigen. Der Sprachkurs kann durch weitere fachliche und methodische Kurse sowie vertiefende Studien in der vormodernen Schriftsprache ergänzt werden. Eine erfolgreiche Absolvierung der HSK-Prüfung (Mittelstufe/zhongji = Rang 4) wird für das Bestehen des Moduls „Auslandssprachkurs“ (03-SIN-0305) vorausgesetzt.

Der Bachelorstudiengang wird durch eine Bachelorarbeit abgeschlossen, deren Konzipierung im Rahmen eines Kolloquiums betreut wird.

Wahlbereichsmodule (insgesamt 60 LP) können aus dem Gesamtangebot des sogenannten „Wahlbereichs der Geistes- und Sozialwissenschaften“ gewählt werden (http://www.zv.uni-leipzig.de/studium/studienorganisation/moduleinschreibung/wahlbereich.html), wobei eine Kombination mit Methodenfächern (z.B. Geschichte, Soziologie, Ethnologie, Religionswissenschaft etc.) oder anderen regionalwissenschaftlichen Fächern besonders empfohlen wird. Nach Möglichkeit sollen im Wahlbereich inhaltliche und methodische Schwerpunkte gebildet werden.

Darüber hinaus ist ein allgemeines Modul aus der Gruppe der fakultätsübergreifenden Wahlpflichtmodule („Berufsqualifizierende Schlüsselqualifikationen“) zu wählen.

Bei einem Teilzeitstudium der Sinologie ist die Konsekutivität des Sprachkurses zu beachten.

Interessenten an Wahlbereichsmodulen des Fachs Sinologie wird empfohlen, alle sechs Wahlbereichsmodule aus der Sinologie zu belegen. In diesem Fall ist auch eine anschließende Bewerbung für den Masterstudiengang Sinologie möglich.